Darauf sollten Sie beim Kauf eines Motocross Motorrad achten!

Motocross-kauf

Der Kauf einer Vollcrossmaschine sollte keinesfalls überstürzt angegangen werden. Denn es gibt viele verschiedene Faktoren, die bei einer versierten Betrachtung zu berücksichtigen sind.

In diesem Artikel werden Sie auch auf alle noch so kleinen versteckten Mängel hingewiesen, die besonders bei gebrauchten Motocross Motorrädern vorhanden sein könnten, unabhängig davon, ob sie nun aus dem Hause Kawasaki, Husqvarna, Yamaha, Suzuki, Honda, Enduro oder KTM kommen. Anschließend begeben wir uns etwas tiefer in die Materie von Kaufverträgen für Privatkäufe gebrauchter Motorräder.

 

Inhalt:

 

Checkliste – Motocross Motorrad gebraucht kaufen

Um nicht aus Versehen ein defektes oder altersschwaches Modell aufgedrückt zu bekommen, ist es dringend notwendig, sich bereits im Vorfeld ausgiebig über jedwede Tücken beim Gebrauchtkauf zu informieren und mit der richtigen Taktik an den Start zu gehen. Bevor Sie überhaupt eine Probefahrt vereinbaren, können und sollten Sie das Motorrad umfassend im Stand auf Herz und Nieren prüfen.

  • Einer der wichtigsten zu beleuchtenden Aspekte während Ihrer Prüfung ist der potenzielle Rostbefall an verschiedensten Teilbereichen der Maschine. Obwohl Rost in den allermeisten Fällen lediglich störend für das Auge ist, kann ein befallenes Teil unter Umständen unbrauchbar werden, falls der Verrostungsprozess zu weit fortgeschritten ist, um es noch vom Rost zu befreien. In diesem Moment wäre ein möglicherweise kostspieliger Austausch unabdingbar. Berücksichtigen Sie dies unbedingt bei Ihrer Kalkulation! Prüfen Sie daher die Felgen und Speichen, den Treibstofftank sowie alle metallischen Bereiche um ihn herum und den Auspuff. Im Bereich der Schwingen und des Lenkkopfes sowie an allen Schweißnähten des Rahmens kann ebenfalls Rost entstehen.
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  • Ein weiterer wichtiger Punkt, den Sie keinesfalls vernachlässigen dürfen, ist ein umfassender Check des Bikes auf Schleifspuren. Seien Sie an dieser Stelle besonders gründlich, denn Schleifspuren können ein Indikator für übertriebene Fahrweise, Stürze und sogar Verkehrsunfälle sein. Hierbei müssen alle Teile inspiziert werden, die bei Schieflage in der Kurve oder bei einem Unfall mit dem Asphalt in Berührung kommen können. Dazu gehören die Enden der Lenker, Armaturen, Fußrasten, Endschalldämpfer, der Rahmen, aber auch sämtliche Kunststoffteile.
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  • Prüfen Sie außerdem in jedem Fall an Treibstofftank und Benzinhahn, an der Vorderradgabel im Zwischenbereich des Stand- und des Gleitrohres, am Vergaser, am Kardan-Winkeltrieb sowie am Motorblock auf mögliche Flüssigkeitslecks. Nach etwaigen Lecks sollten Sie ebenfalls am Ende einer Probefahrt noch ein scharfes Auge werfen!
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  • Begutachten Sie auch bereits vor einer Testfahrt alle vorhandenen Bremsscheiben und -beläge. Achten Sie dabei auf besonders starken oder unterschiedlich ausgeprägten Verschleiß der Beläge (mindestens vier Millimeter Belagstärke) sowie der Trommelbremse. Die Bremsscheiben sind auf tiefe Furchen zu prüfen.
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  • Ein gründlicher Check der Elektrik ist schnell gemacht, aber ebenfalls sehr wichtig. Funktionieren alle Kontrollleuchten, Beleuchtungselemente und Sicherheitssysteme?
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  • Checken Sie den Kettensatz: Wenn sich die Kette stark anheben lässt, deutet dies auf abgenutzte Teile hin! Wurden die Teile vernünftig geschmiert und in Schuss gehalten?
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  • Testen Sie Reifen und Räder (Profiltiefe > 3 Millimeter) auf Macken. Drehen sich beide Räder sowohl vorwärts als auch rückwärts, ohne dabei schleifende Geräusche von sich zu geben? Stimmen die Reifen mit dem im Fahrzeugschein angegebenen Typ überein?
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  • Ist das Fahrwerk der Vollcrossmaschine vollkommen intakt? Untersuchen Sie unbedingt das Lenkkopflager und die Hinterradschwinge auf merkliches Spiel oder Klemmen. Das Lenkkopflager prüfen Sie, indem Sie das Rad hochheben, maximal in jede Richtung drücken sowie eine Drehung bis zu beiden Anschlägen durchführen.
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  • Achten Sie unbedingt darauf, ob jegliches Zubehör beiliegt. Befindet sich das Bordwerkzeug unterhalb der Sitzbank? Liegen alle Schlüssel vor oder fehlt einer?
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  • Auch der Zustand der Batterie darf nicht unbeachtet bleiben. Schauen Sie daher unbedingt, ob sie die Batteriepole in einem sauberen Zustand befinden und ob der Säurestand in Ordnung ist.

 

Ihr Vorgehen auf der Probefahrt step-by-step

  • Lassen Sie das Motocross Bike zunächst an und achten Sie darauf, ob der Motor bereits vom Verkäufer auf Temperatur gefahren wurde.
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  • Fahren Sie los und überprüfen Sie dabei, ob Drehzahlmesser und Tacho jeweils Werte anzeigen.
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  • Wenn dadurch kein erhöhtes Unfallrisiko bestehen sollte, testen Sie das Motorrad unbedingt freihändig. Sollte es dabei zu sehr in eine Richtung ziehen, könnte der Rahmen beschädigt sein!
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  • Hören Sie unbedingt hin, denn ungewöhnliche Geräusche sind immer ein schlechtes Omen. Vernehmen Sie selbst bei niedrigen Drehzahlen ein Rasseln des Motors, ist vermutlich die Steuerkette samt Spanner abgenutzt. Surrt oder singt das Getriebe während der Fahrt im letzten Gang, ist die Zahnradpaarung bald hinüber.
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  • Sollte die Kupplung im hohen Gang beim Steigern des Tempos durchrutschen, muss sie nachjustiert werden. Wenn dies nicht hilft, sind die Beläge zu stark abgenutzt!
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  • Halten Sie sowohl beim Gaswegnehmen als auch bei Belastung des Bikes unbedingt Ausschau nach blauem Rauch. Ersteres deutet auf verschlissene Kolbenringe hin, letzteres auf kaputte Ventilschaftdichtungen.

 

Louis Tipps zum Motorrad Gebrauchtkauf

 

DEKRA zu Gebrauchtmotorrad-Kauf

 

Kaufvertrag

Wenn Sie die Vollcrossmaschine mithilfe der Checkliste von vorne bis hinten und von oben nach unten inspiziert, eine Probefahrt durchgeführt haben (keinesfalls darauf verzichten!) und anschließend mit dem Gesamtergebnis zufrieden sind, steht schlussendlich nur noch eine vertragliche Übereinkunft mit dem Verkäufer im Weg. Überprüfen Sie nach Ihrem Entschluss in jedem Fall noch alle Eintragungen im Fahrzeugbrief und den Fahrzeugpapieren. Falls Sie nicht direkt mit dem Eigentümer der Maschine zu tun haben, verlangen Sie vom Bevollmächtigten sowohl die Ausweispapiere (Adresse aufschreiben!) als auch eine schriftliche Verkaufsvollmacht. Achten Sie ebenfalls auf sämtliche Inhalte des Kaufvertrages. Bestehen Sie auf eine lückenlose Auflistung aller Zubehörteile und Zusatzausstattungen. Kontrollieren Sie darüber hinaus auch die Tarife der Haftpflicht- und Kaskoversicherung, denn der Kauf bindet Sie erst einmal an diese, bevor Sie neue abschließen. Und besonders wichtig: Das Motorrad muss sofort bei der Zulassungsstelle Ihres Hauptwohnsitzes angemeldet werden!

Weitere Informationen sowie alle nötigen Formulare eines Kaufvertrages unter Privatpersonen für

gebrauchte Motorräder finden Sie auf: https://www.adac.de/_mmm/pdf/Kaufvertrag_Motorrad_2015_V2_33249.pdf

 

Fazit

Abgesehen davon, dass gebrauchte Bikes einen günstigeren Preis als vergleichbare neue haben, gibt es auch immer ein breites Angebot von Motorrädern, deren Produktion bereits eingestellt wurde. Besonders wenn Sie die genannte Checkliste beachten und sich vor dem Kauf mithilfe der Fakten vorbereiten, ist der Gebrauchtkauf einer Vollcrossmaschine definitiv zu empfehlen. Falls Sie schon jetzt Interesse haben, können Sie sich hier informieren, kostenlos registrieren und müssen dazu nur Ihre E-Mail-Adresse angeben, ein Passwort vergeben und die AGB akzeptieren. Diese Internetpräsenz kann Ihnen in jedem Fall Hilfe beim Gebrauchtkauf geben. Ob Sie eine Vollcrossmaschine mit 125 ccm oder sogar 250 ccm Hubraum suchen, ein Bike aus dem Jahr 2012, 2014 oder 2015 suchen oder zusätzlich noch ein neues Auto suchen – alles kein Problem. Falls Sie weitere Informationen zur Plattform wünschen, können Sie diverse Berichte der Presse zu diesem Thema finden.